Samstag, 14. Januar 2012

Genau an Heiligabend

...brachte mir der freundliche Paketzusteller ein Päckchen, dessen Inhalt mir fast die Schuhe auszog.
Aber der Reihe nach.
Im November hat Niki von der hände kraft einen richtig klasse Kreativwettbewerb veranstaltet, der mir von der Idee her so gut gefiel, dass ich -egal mit welchen Chancen- unbedingt mitmachen musste.
Für mich absolut überraschend, angesichts der vielen wunderschönen, teils extrem aufwändigen Einreichungen, hat mein Mäntelchen das Rennen gemacht. Da war ich platt!
Sehr spannend an diesem Kontest war - man wusste gar nicht was es zu gewinnen gab *g*. Und selbst als das amtliche Endergebnis feststand, hielt Niki sich geflissentlich bedeckt.
Blieb mir also nichts übrig, als mich in Geduld zu üben.
Und dann umso mehr zu staunen!
Zugegebenermaßen hatte ich eine ganz leise Hoffnung auf eine ihrer selbstgemachten Seifenschalen, die finde ich außergewöhnlich schön und kann mir kaum vorstellen, wie man so etwas herstellt.

Als ich dann das Kistchen auspackte war ich aber erstmal von der Größe überrascht (wie Fotos doch täuschen können)


und dann erst vom Inhalt. Einfach Hammer!
An dieser Stelle muss ich mich entschuldigen, dass ich erst jetzt etwas dazu schreibe...aber manchmal läuft's echt dumm: Bevor ich den Kasten ausgepackt habe, habe ich mir meine Kamera geschnappt um jeden Schritt zu dokumentieren, so vom geschlossenen Deckel, übers Lupfen und nach und nach die tollen Dinge entdecken...Dann noch mal Einzelaufnahmen, besonders von der Seifenschale...richtig blöd nur, dass ich keine CF-Karte in der Kamera hatte... Tja und dann hat es einfach keine Ruhe und kein Licht gegeben, bis heute.
Also jetzt aber, der Inhalt.

von vorne links nach rechts: Badesalz, Badekugel, Olivenölseife; hinten rechts: Seifenschale  (aus Speckstein?), gebettet auf einem handgewebten Handtuch und hinten links spickert noch eine selbstgemachte Karte hervor. last not least ist das Kistchen auch selbstgemacht.

Das besondere Schätzchen verdient noch eine Nahaufnahme!


Alles in allem eine absolut gelungene Überraschung, die voll ins Schwarze getroffen hat. DANKE!!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Brandung

Und sie rauscht noch immer...


Mir war es natürlich wichtig, dass die Wellen auch bei den geschnittenen Stücken noch erkennbar sind. Daher bin ich beim Schneiden recht großzügig vorgegangen - manche Stücke haben ein Gewicht von 150 Gramm!
Im Prinzip kommt die Seife recht schlicht daher, das Wellenthema habe ich einfach mit dem Wellenschneider nochmal aufgegriffen und finde es passend!


Durch die -nicht komplette- Gelphase hat sich zusätzlich noch ein netter Farbeffekt ergeben, so dass der obere Bereich fast wie das sprudelnde Wasser der Gischt wirkt!




Ein paar wenige Stücke bekamen eine Sonderbehandlung per Stempel (danke Dörte!) und Zuckerperlen  - abgekupfert aus dem Buch "Seifenwerkstatt" von Anne Schaaf. Für diese Seife war mir das aber eher zuviel des Guten, das werde ich nochmal anders umsetzen.



Verseift wurden je 30% Olivenöl und Palmkernöl, je 15% Kokosnussöl und Mangobutter, 6% Rizinus- und 5% Jojobaöl. Überfettung ca. 9%, beduftet mit PÖ Agave (welches dezent, frisch und durchaus wässrig duftet!). Gefärbt ist die Seife ausschließlich mit Blaupaste - das Olivenöl hat den Ton angegeben und für den grünen Touch gesorgt. Voll geplant natürlich *lol*...


Freitag, 9. Dezember 2011

Resteverwertung

Manchmal kommt beim Zusammenwerfen verschiedener Reste erstaunlich Gutes heraus. Sowohl kulinarisch gesehen als auch -wie ich jetzt festgestellt habe- unter wolligen Aspekten.

Knapp 130 Gramm Merino-Seidengarn, übrig geblieben von Vaila, wollten urplötzlich verstrickt werden.
Die erste Idee hierfür war der Autumn Scarf. Den hatte ich bei Annette auf dem Martinsmarkt im Original gesehen und für superschön befunden! Als die 130 g zu diesem Tuch verarbeitet waren, war ich allerdings mit dem Resultat nicht besonders happy, Annettes Tuch kam leicht und fluffig daher, meins hatte einen recht schweren Fall. Obwohl die Kim (75/30 Merino/Seide) eine fast identische Zusammensetzung hat wie das lt. Anleitung verwendete Original Garn (70/30 Merino/Seide) war für mich klar, Garn und Anleitung passen nicht optimal zusammen. Nun, da 2011 für mich auch als das Jahr des Ribbelns in meine Strickgeschichte eingehen könnte, tat ich genau das. Ribbeln. (psst, ich habe da übrigens noch ein geribbeltes Teil im Strickkorb liegen, aber dazu irgendwann mal mehr...)

Gute Tat, denn während ich an den Fäden zog (schön oder?) wurde mir klar, was aus diesen Resten werden würde: Mara #2. Einziges Problem war die etwas geringe Wollmenge. Mein erstes Mara-Tuch hat 200 Gramm geschluckt. Zuerst dachte ich daran, die Rüsche in einer Kontrastfarbe aus zugekaufter Kim zu stricken. Aber nach einem weiteren Blick in diverse Wollrestbestände entschied ich mich für ein etwas kleineres Tuch, eben aus den 130 g Kim und einer schmalen Kontrastkante aus ein paar Metern Noro Silk Garden, hiervon übrig.

Das Ergebnis finde ich super:




Anleitung: Mara by Madeleinetosh
Garn: ONline Linie 170 Kim, 75% Merino / 25% Seide + Rest Noro Silk Garden
Verbrauch: ca. 130 Gramm (+ ca. 20 g Noro)
Nadeln: 4,5 mm Rundstricknadel


Und den Autumn Scarf stricke ich ganz sicher nochmal. Aus einem deutlich fluffigeren Garn.For sure.

Samstag, 3. Dezember 2011

Meine neue Seife...

...heißt Brandung und will sich partout noch nicht schneiden lassen.
 


Advent ist die Zeit des Wartens, gell?



Einen schönen Zweiten Advent euch allen!

Dienstag, 22. November 2011

Das Jedentagzehnreihenprojekt

Die letzten fertig gestellten Strickstücke sind ja alle sehr schön, ich mag sie total. Eins haben sie gemeinsam: unzählige glatt-rechts Strecken. Zwar sehen die Teile keineswegs langweilig aus, sie bieten jedes für sich einen gewissen Pfiff durch kleine Details. Das Stricken allerdings zieht sich irgendwann ein wenig in die Länge.
Daher war es an der Zeit mal wieder ein Stück zum Nachdenken anzuschlagen.
Eigentlich hatte ich große Lust auf Zöpfe, es gibt auch durchaus etliches gezopftes auf meiner gedanklichen to-do Liste. Trotzdem hat mich keines so richtig "angesprungen", teils fehlte auch einfach das passende Garn.
Allure jedoch erschien mir gut geeignet, Löcher statt Zöpfe -  why not?
Weil der Pulli schon im letzten Winter ganz oben auf meiner Wunschliste stand war auch schon ein geeigneter Wollvorrat vorhanden.

Warum ich nun eigentlich lieber Zöpfe statt Löcher stricke wurde mir mal wieder recht schnell klar.
Für Lace-Muster fehlt mir scheinbar die gewisse Vorstellungkraft, es fällt mir schwer mich in die Muster hinein zu denken und sie auch weiter zu denken. Da braucht es schon gerne mal zwei, drei Musterfolgen, bis es im Oberstübchen leicht "klick" macht und dann ... dann kommen Taillenab- und wieder Zunahmen, Armauschnitte, Halsausschnitt und ich könnte schier die Krise bekommen wenn das Muster angepasst werden soll.


Um den Elan nicht ganz zu verlieren, habe ich die gute Erfahrung bei Emily bezgl. Ziele setzen kurzerhand auch hier direkt mal angewandt: ein Musterrapport geht über 10 Reihen, mein Ziel: jeden Tag 10 Reihen stricken!
Hört sich vielleicht ein wenig nach "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" an, ist aber genau richtig. Denn manches Mal liegen die Nerven nach diesen 10 Reihen schon blank *g*
Bis zum nächsten Tag sind sie dann wieder beruhigt und die nächsten 10 Reihen werden angegangen. Immerhin habe ich auf die Weise das Rückenteil innerhalb 2 Wochen (fast) fertig :)


Ach ja: ganz wichtig ist für mich in diesen Tagen mein Zweit-Projekt. Mindless. Mit langen glatt-rechts-Strecken.Quasi als Ausgleich. Ihr versteht.

Sonntag, 20. November 2011

Grauer Nebel, lichte Runde

Wenn sich der Lebensmittelpunkt wieder in die heimelige Stube verlagert und die Gartenmöbel nur noch zu Dekorationszwecken draußen stehen, dann freut man sich auf gesellige Runden im Kerzenschein mit lecker Essen - für das ich in dieser Jahreszeit irgendwie eher bereit bin, Stunden in der Küche zu verbringen, als in den Sommermonaten.


Mein persönlicher kulinarischer Einstieg in die Winterzeit wurde durch einen großen Schmortopf Rotkohl mit Reh begangen. Ursprünglich hatte ich das Rezept mal bei alfredissimo gefunden, dort sind aber leider die Archive nicht mehr abrufbar.
Dies Gericht ist so einfach zu kochen wie köstlich (der Clou sind die getrockneten Feigen!), lässt sich perfekt vorbereiten und wenn man zusätzlich ein paar Brezenknödel vorbereitet hat, benötigt man zum Empfang der Gäste eigentlich nur noch eine heiße Pfanne mit Butter, zum Braten der Knödelscheiben und der Schmortopf schmort ja sowieso...
Fürs Auge hatte ich noch ein wenig Farbe durch eine kleine Feldsalatbeilage auf die Teller gebracht.
Fotos?...Sorry.
Lediglich das Dessert hat es vor die Linse geschafft.
Ebenfalls komplett am Vortag zuzubereiten und damit super Gastgeberfreundlich: Semifreddo von Ziegenkäse mit Rotweinbirnen. So schmeckt der Winter!


Die Anregung für das Semifreddo habe ich hierher. Das Birnenkompott ist das dort empfohlene von Schuhbeck. Eine wirklich gelungene Kombination!

Sonntag, 13. November 2011

Emily

Langer Atem, zum Schluss eine gute Prise Disziplin und ein konkret gestecktes Zeit-Ziel waren nötig, um diesen Pulli endlich fertig zu stellen. Seit Beginn im August letzten Jahres habe ich immer mal wieder einen kleinen Strickschub für Emily gehabt, aber dauernd haben sich andere Projekte dazwischen geschoben.
Schade eigentlich, denn das Teilchen ist recht schön geworden und ich hätte es gerne schon mal eher getragen....





Anleitung: 'Emily' von Kim Hargreaves
Material: Rowan Kid Classic, 70% Wolle, 26% Kid-Mohair, 4% Nylon, Fb. "oats"
Größe: xs
Verbrauch: 350 Gramm
Nadeln: 3,5 + 4,5 mm


Montag, 7. November 2011

So simpel: Pulswärmer

Das Gute liegt oft so nah und doch braucht man manches Mal Ewigkeiten um es (für sich) zu entdecken.
Handstulpen habe ich schon etliche gestrickt - nur nie für mich.
Jetzt aber begab es sich zu der Zeit, dass die Schreibtischplatte im Büro Temperaturen annahm, die meinen Puls (welches ja genau der Part ist, der beim Tastaturschreiben und Mausführen aufliegt) deutlich runterkühlten. Brrrr, das bringt den ganzen Körper zum Frösteln.
Was her musste, waren Indoor-taugliche Pulswärmer (ja: PULS-wärmer!).
Kein großes Ding, man braucht auch eigentlich keine Anleitung: einfach Maschen anschlagen und in Runden so hoch stricken wie man will, abketten, fertig. Dennoch habe ich mich an Toast orientiert, der Bequemlichkeit halber.
Ich bin schlichtweg begeistert, wie mit dermaßen kleinem Aufwand (die Dinger waren an einem Abend fertig!) ein so großer Nutzen erzielt werden kann: die kalte Schreibtischplatte kann mir nichts mehr anhaben, mein Idlewood ist jetzt 100% wintertauglich (denn vorher fehlten mir einfach irgendwie die 'Ärmel') und ein nettes Accessoire ists obendrein. Dass diese Stulpen keinen Daumen haben sehe ich übrigens als Vorteil, so sind sie wunderbar flexibel und je nach Fröstelfaktor mal höher oder tiefer zu ziehen.


Anleitung: Toast von 'a friend to knit with'
32 Maschen angeschlagen, 29 cm glatt rechts gestrickt, abgekettet
Material: Cascade 220, Fb. 9459
Verbrauch: 50 Gramm
Nadeln: 5 mm

* * * * * * * * * * * * * * 

Ein ganz ganz großes Dankeschön für eure lieben Kommentare zum vorigen Post!! Über jeden einzelnen habe ich mich riesig gefreut - so ein Feedback tut schon irgendwie gut (vor allem, wenn frau überwiegend von Männern umgeben ist, die nicht mal erkennen wenn etwas selbstgestrickt ist ;-)  )