Dienstag, 22. März 2011

Nachzureichen

...hätte ich nun endlich meinen inzwischen gut eingetragenen Garter Yoke Cardigan.
Prädikat sehr geliebt und Kategorie nicht_mehr_missen_möchten!
Und im Endergebnis völlig anders als in der Planungsphase. Wobei es die eigentlich kaum gab, denn es war eine Spontanentscheidung aus dem übrig gebliebenen Knäuel Noro Kureyon vom Lanesplitter die Passe der Jacke zu stricken. Für den Hauptteil wollte ich ebenfalls kein neues Garn kaufen und habe ohne zu fackeln mein Green Tree Jacket aufgeribbelt. Die Farbe passt perfekt zur Noro! Ok, geribbelt habe ich nicht nur deswegen. Meine anfängliche Begeisterung für den Pulli hat sich nicht dauerhaft gehalten, er war wohl doch ein winziges bisken zu eng geraten - ich fühlte mich immer etwas mopsig in dem Teil. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis ich die hochwertige Cascade 220 in etwas anderes verwandeln würde.
Aber erstens kommt es anders ... ihr kennt das ja.
Das eine Knäuel Noro reichte nicht mal für die halbe Passe. Streckversuche, in dem ich je 2 Reihen Noro wechselweise mit 2 Reihen Cascade verstrickte funktionierten im Prinzip perfekt: die Noro reichte genau aus - aber die Farbwirkung ging total verloren, das Grün der Cascade war zu dominant (für meinen Geschmack). Leider habe ich nichts davon fototechnisch festgehalten, im Ribbeln bin ich einfach zu schnell ;-)
Bevor es jetzt zu ausschweifend wird ... mein Ansinnen, im örtlichen Wollshop ein weiteres Knäuel der Noro zu kaufen, scheiterte. Farbe 260 war nicht vorrätig. Also kurzentschlossen eine andere Noro gekauft, die im Laden super zur grünen Cascade zu passen schien, nach dem Anstricken aber auf einmal gar nicht mehr..... In Summe führte das alles zum jetzigen Ergebnis, denn Dank Stash hatte ich noch Walnuss-farbene Cascade 220 - und so sieht's nun aus


Anleitung:
Garter Yoke Cardi von Melissa LaBarre
Größe: small
Material: Passe: Noro Silk Garden, Fb. 245 | Body: Cascade 220, Fb. 8013 "Walnut"
Verbrauch: ca. 80 Gramm Noro Silk Garden | 300 Gramm Cascade
Nadeln: 5 mm
Modifications: Maschenanschlag 93, Zunahmen während der ersten 4 Reihen: 5 M je Reihe um auf die erforderliche Maschenanzahl zu kommen; keine Taillenabnahmen

Tuch: Lacy Baktus aus Lana Grossa Pulcino, verstrickt mit Nd. 5,5 mm

Sonntag, 13. März 2011

Antique

 
Das wird nie was, dachte mein verzagtes Siederherz, als der dicke Pudding in der Form war.  
Nach fast einem Jahr Siedepause hatte ich schwitzige Hände und eine beschlagene Schutzbrille sowie ein Bild von einer Seife im Kopf, das in dem Moment wie eine Seifenblase zerplatzte als die ÄÖ-Mischung den schön flüssigen Leim, der noch geteilt und gefärbt werden sollte, in eine gewisse Starre verfallen ließ. 
Aber hey - schon vergessen? Seife wird's immer!


Und so war für mich spätestens beim Aufschneiden klar, dass ich hier keine "Indische Blume" sondern eine Antique gesiedet habe, denn ich musste sofort an diese alten, bräunlich pergamentigen Landkarten denken, als ich die "Marmorierung" sah. Die ordentliche Gelphase hat ihr übriges getan: das erste Mal hat bei mir TiO² diese krakelige Zeichnung aufgrund  großer Erwärmung hervorgerufen (darüber hat's wohl vergessen weiß zu färben...).

Daten und Fakten:
50% Olive / 50% Babassu (wollte ich schon lange mal testen - ob sie genauso traumhaft pflegen wird wie 50/50 Avocado/Babassu?), Überfettung ca. 11%

Gefärbt mit Annatto und schwarzer Tonerde und (verschollenem) TiO²
Beduftet mit der ÄÖ Mischung "Indische Blumenseife" von Claudia Kasper  - war es möglicherweise der winzige Anteil Nelkenöl, der den Leim andicken ließ?


Montag, 7. März 2011

Simmer Dim

Gefällt mir richtig gut! Perfekt um schlichte Oberteile aufzupimpen.
Schnell gestrickt, erstaunlich geringer Verbrauch, simples und doch raffiniertes Pattern, das bei Lust und Laune gut variierbar ist.




Anleitung: Simmer Dim von Gudrun Johnston
Material: 100 % Merino, LL 325 m/100 g; Quelle: Färberhaus, gefärbt mit Krappwurzel
Verbrauch: 78 g
Nadeln: 4 mm und 6 mm 


Samstag, 5. März 2011

Geht doch!

Wer kennt das? Man hat tolle Wolle, eine nette Anleitung und trotzdem nadelt man lustlos an dem Teil herum. So ging es mir mit dieser (s.u.) schönen, mit Krappwurzel gefärbten Merinowolle  aus dem Färberhaus, die ich zu diesem Tuch verstricken wollte. 3/4 hatte ich schon fertig, habe allerdings mehrere Wochen dafür gebraucht und mir letztlich das Stricken daran "verordnet": jeden Tag wenigstens 1 "Gusset"(Volant?), auf dass es endlich fertig würde. 
Letztlich habe ich für mich eingesehen, dass hier die beiden Komponenten einfach nicht zusammen passen - tolles Tuch aber nicht aus dieser Wolle(Farbe?) und umgekehrt! Keine 5 Minuten später war die Merino zum Knäuel zurückverwandelt und Simmer Dim von Gudrun Johnston heruntergeladen :-)
Hier passt alles und 4 Tage später war das letzte Picot abgenadelt.
Ein sehr interessantes Design, das Tuch von der Mitte heraus als Dreieck zu beginnen und am Ende  eine formschöne Rundung herauszustricken.
Zur Zeit trocknet das Tuch. Für mich als Spannmuffel muss ich an dieser Stelle unbedingt festhalten: jedes einzelne Picot habe ich aufgespießt -- war gar nicht so schlimm *gg*
 
°°°Details und weitere Fotos in Kürze°°°

Montag, 21. Februar 2011

Ich kann auch Topflappen

Eins vorweg: der letze Post hat richtig Spaß gemacht! Vielen Dank für eure rege Beteiligung und vielseitigen Kommentare! So hat wohl fast jede eine gewisse "Haushaltsleiche" im Keller aber auf der anderen Seite auch oftmals -von manchem Standpunkt betrachtet- masochistische Neigungen *gg*

Dieses Wochenende war mir so gar nicht nach Wolle. Warme/wärmendeWolle meine ich. Die Hände wollten trotzdem was zu tun haben. Magisch zog es mich zu meinem Baumwollvorrat und ich dachte, Topflappen geh'n immer! 
Im letzten Jahr hat die Landlust eine Anleitung für ganz klassische Topflappen veröffentlicht. Seit dem habe ich schon etliche nach diesem Muster gehäkelt. Aus dem kräftigen Peaches & Creme Baumwollgarn haben diese Topflappen einen genialen Gripp und Hitzeschutz. 

Allerdings bleiben von einem 70 Gramm Knäuel immer so 20-25 Gramm über - zu wenig für einen zweiten Topflappen, da ich meistens nur 1 Knäuel je Farbe habe.
Was tun, mit dem Rest? 
Beim Surfen durch's www fand ich so etwas. Spül-/Badequasten. Das war's!  Da gestrickte Spüllappen den Praxistest bei mir nicht bestanden haben weil sie einfach nicht meins sind (bin eher der "Schwammtyp"), schien mir dies eine klasse Alternative zu sein.
Also direkt losgelegt und diverse Reste verhäkelt, nebenbei auch noch eine Strickversion probiert, am nächsten Tag ausprobiert und ja: sowohl in der Küche als auch unter Dusche genial!


Da aber gestrickte Läppchen nach wie vor sehr hübsch sind, biete ich im Kreativtauschforum mal ein paar zum Tausch an. Falls hier unter den Lesern Interesse am Tauschen besteht, nur zu und per Kommentar oder Mail melden. Mein Tauschpäckchen enthält 6 Motivläppchen (selbstverständlich nagelneu), es sind allerdings Wintermotive..., sowie eine hangesiedete Seife Avocado/Babassu. Wen also die Motive nicht schrecken ;-) und  wer eine Seife probieren möchte, die an Pflege kaum zu übertreffen ist: Voilà!

Montag, 14. Februar 2011

Eine Frage des Wetters

... ist der momentan fehlende Strick-Input an dieser Stelle. Fertig hätte ich was, aber immer wenn das Wetter mal fotoshootmäßig ist, fehlt entweder der Fotograf oder die Gelegenheit.

So greife ich einfach nochmal das Hausfrauen-Thema auf *grins*
Auf vielen Blogs wird ja derzeit aufgeräumt, ausgemistet, geputzt und gewienert. In diese Reihe will ich mich gar nicht groß einreihen. Dennoch hatte ich zum Jahresanfang gewisse Vorsätze.
Der Jahreswechsel war für mich unter anderem mit dem Wechsel in eine andere Abteilung verbunden. Viel Neues, u.a. auch neue Arbeitszeiten bedeuten für mich nun frühes Aufstehen aber auch hin und wieder einen frühen Feierabend. So habe ich mir ernsthaft vorgenommen, die eine und andere vernachlässigte Haushaltstätigkeit in kleinen Häppchen etwas intensiver zu betreiben ;-)
Das Eine ist das Bügeln. Ich möchte gar nicht näher darauf eingehen wie arg dies ins Hintertreffen geriet ... !An dieser Stelle ist es erwähnenswert, dass ich einen emanzipierten Mann habe, der seine Hemden vorbildlich selbst zu bügeln versteht!
Zurück zu meinem Vorhaben, jede Woche 1 Stündchen dem Bügeln zu widmen: es erfreut sich bisher wirklich reger Umsetzung und das Stündchen dehnt sich dann auch schon mal gerne ein wenig aus - DENN die Entdeckung für mich ist: Bügeln entspannt mich!! Krass oder?? Gehasst habe ich es eigentlich noch nie, es fehlte eher an der einfachen und konsequenten Umsetzung. Dass es aber tatsächlich eine entspannende Wirkung ausübt ist  doch neu. 


Wie sieht es bei euch aus, gibt es Tätigkeiten, die die einen hassen, ihr aber "liebt"?

Freitag, 11. Februar 2011

Die rechte Hand der Hausfrau

 "Über 1000 Tips" fielen mir kürzlich beim Durchforsten der mütterlichen Buchbestände in die Hände. Es stammt aus dem Jahr 1973 und ich bin ganz fasziniert von diesem kleinen Heftchen.
Gleich auf der ersten Seite beginnt es mit Wichtige Erläuterungen zu dem Vertrieb, wie 
  • Sie brauchen nicht von einem fremden Vertreter an der Tür kaufen
  • Keine Hausfrau braucht diesen Ratgeber ohne Einverständnis des Mannes kaufen
  • Die ganze Familie kann nach Feierabend oder des Sonntags also in der Freizeit in dem Buch lesen und sich über diesen Ratgeber unterhalten
Weiter geht es mit einer Zusammenfassung des Themas Recht im Alltag [..]ein Mädchen wird mit Vollendung des 16. Lebensjahres ehemündig[..]ein Mann kann nur heiraten wenn er volljährig ist. Die Ehemündigkeit tritt mit 21 Jahren ein[..]trotz aller Gleichberechtigung sind die Funktionen der Eheleute verschieden: Regelmäßig hat der Mann die Mittel für den Unterhalt zu beschaffen. Dafür ist es die Aufgabe der Frau, den Haushalt zu führen[..],
 
bevor die 1081 Tips für alle Lebenslagen, thematisch geordnet und kurz und knapp verfasst folgen.
Ein paar davon will ich euch nicht vorenthalten ;-)

26. Schimmel von Schinken und Würstchen entfernt man, indem man mit einem Brei aus Kochsalz und Wasser darüber streicht, der Schimmel verschwindet sofort.
93. Milch wird nicht sauer, wenn man etwas Zucker zugibt und zwar einen Eßlöffel auf 1 Liter.
173. Messer reinigt man von Zwiebel- und Fischgeruch, indem man sie einige Zeit in feuchten Sand steckt oder Mohrrüben damit schneidet.
259. Kerzen brennen langsamer ab, wenn man um den Docht feingepulvertes Salz legt.
262. Kerzen löschen sich von selbst aus, wenn man an der gewünschten Stelle einen Gummiring stramm umlegt. Derselbe fährt zusammen sobald sich die Flamme nähert, und löscht die Kerze.
270. Eingefrorene Wasserkästen an Klosetts taut man auf durch eine heiße Wärmflasche, die man darauflegt und mit einem Tuch überdeckt.
330. Eiweiß ist ein guter Briefverschluß, da selbst Wasserdämpfe dieses nicht aufzulösen vermögen.
342. Man bekommt keinen Rausch, wenn man neben dem Alkoholgenuß von Zeit zu Zeit einige Kaffeebohnen kaut.
376. Durch zu heißes Bügeln gelb gewordenen Stoff wäscht man sofort mit gewöhnlichem Essig aus. Der Fleck wird gleich verschwinden. Ist der Essig jedoch nicht farblos, verschlimmert er das Übel.
535. Die untere Öffnung bei Blumentöpfen belegt man nicht mit Scherben, sondern mit Knochenresten, da dieselben den Pflanzen wichtige Nährstoffe liefern (Kalk).
539. Zimmerblumen gießt man vorteilhaft mit dem Wasser, in dem das Fleisch abgewaschenwurde; es ist ein guter Blümendünger.
660. Küchenschwaben (sorry, da steht wirklich schWaben) fängt man mit Scheuerlappen, die man in Bier getaucht hat und eine Nacht über auslegt. Die Schwaben sammeln sich darin und können des Morgens zusammengefegt werden.
661. Schwaben vertilgt man durch Auslegen eines Gemisches von gleichen Teilen Zucker und Borax, nach dessen Genuss die Schwaben plazen. (aua)
671. Woll- und Pelzsachen sind in Zeitungspapier gewickelt unbedingt mottensicher aufgehoben, da Motten an Zeitungspapier nicht herangehen.
678. Tiere befreit man von Läusen, wenn man sie in Wasser wäscht, in dem Kartoffeln gekocht sind.
781. Gutes Aussehen erreicht man, wenn man morgens Gymnastik treibt.
798. Falten im Gesicht beseitigt man, indem man die grünen Zapfen der Edeltanne kocht, die gewonnene Brühe durch ein Leinentuch seiht und sich mit dieser Abkochung vor dem Schlafengehen das Gesicht wäscht.
814. Bei Bartflechte nicht zum Frisör gehen, sondern zum Arzt.
841. Fingernägel fülle man vor Inangriffnahme schmutziger Arbeit mit Seife. Sie verhindert, daß der Schutz unter die Fingernägel kommt.
855. Wimpern und Augenbrauen hält man glänzend und geschmeidig, wenn man sie täglich mit etwas Rizinusöl einreibt.
897. Gegen Grippe schützt man sich, indem man in nüchternem Zustande möglichst viele rohe Äpfel ißt.
1044. Ohnmacht durch langes Stehen im überhitzten Raum, durch Schreck oder Freude ist meist nur von kurzer Dauer. Hinlegen, beengende Kleidung öffnen, nach Wiederkehr des Bewusstseins: Bohnenkaffee. 
1046. Bei allen Erstickungsarten, Erfrierungen und bei Unfällen durch elektrischen Strom kommt es bisweilen zum Scheintod. Wiederbelebung erfolgt durch künstliche Atmung.
1049. Vom Blitz Getroffene werden ähnlich wie Erstickte behandelt.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Schwupps

... da war's passiert. Ich wollte doch nur mal eben was probieren - und schon war mein altes Layout weg. Unwiderruflich. Naja, nach einem Nachmittag des Tüftelns und Probierens bin ich nun erstmal zufrieden. Obwooohl... Weitere Schönheitsoperationen sind nicht ausgeschlossen :)